
Wörterbuch
211 Fachbegriffe rund um Nierenkrebs – einfach erklärt.
Abdomen, Anämie, Compliance etc. – wenn es um Erkrankungen geht, sind (leider) oftmals viele Fremdwörter im Spiel. Wir verwenden diese bewusst ab und zu auch in unseren Texten. So lernen Sie die Begriffe näher kennen und können sie beim nächsten Arztgespräch besser einordnen. Hier sind alle Begriffe alphabetisch aufgelistet.
211 Begriffe
A
- Abdomen
Bauch
- Abdominal
Den Bauch betreffend
- Abstract
Schriftliche Zusammenfassung einer medizinischen Präsentation wichtiger Studienergebnisse z.B. auf Ärztekongressen
- Additiv
Zusätzlich, mit etwas anderem ein Ganzes bildend
- Adjuvant
Die Wirkung einer Therapie zusätzlich unterstützend, z.B. eine Art „vorsorgliche“ Therapie als Prophylaxe vor einem möglichen Wiedereintreten der Erkrankung
- Adjuvanz
eine Art „vorsorgliche“ Therapie als Prophylaxe vor einem möglichen Wiedereintreten der Erkrankung
- Akut
Plötzlich auftretend, schnell verlaufend
- Ambulant
Behandlung ohne Krankenhausaufenthalt entweder in einer Klinikambulanz oder Praxis
- Analgetika
Schmerzlindernde oder -stillende Arzneimittel.
- Anämie
Blutarmut.
- Anamnese
Krankheitsgeschichte, umgangssprachlich auch Befunderhebung durch Befragung und Untersuchung des Patienten
- Anaplasie
bezeichnet den Übergang höher differenzierter Zellen in weniger differenzierte Zellen. Anaplasie führt bei Tumoren dazu, dass nicht mehr erkennbar ist, aus welchem Gewebe ein anaplastischer Tumor entstanden ist. Die Tumorzellen sind komplett entdifferenziert
- Angiogenese
Wachstum und Neubildung von Blutgefäßen aus bereits bestehenden Blutgefäßen, z.B. Bildung eigener Blutgefäße des Tumors zur Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen.
- Anorexie
Appetitlosigkeit
- Antiemetika
Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen
- Anus Praeter
Künstlicher Darmausgang in der Bauchwand
- Apoptose
Zelltod bzw. genetisch programmierter „Selbstmord“ = Absterben der Zelle
- Applikation
Verabreichung eines Medikamentes
- ASCO
American Society of Clinical Oncology: Amerikanische Gesellschaft der Onkologen
- Aszites
Ansammlung von Flüssigkeit im Bauchraum
- ATP
Adenosintriphosphat: Wird bei fast allen energiebedürftigen Prozessen im Körper benötigt
- Axitinib
Wirkstoff von Inlyta®
B
- Benigne
Gutartig
- Bevacizumab
Wirkstoff von Avastin®
- BfArM
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: Behörde, die in Deutschland über die Zulassung (aber auch das Verbot) von Medikamenten entscheidet
- Bildgebende Verfahren
Verfahren, die es erlauben, anatomische Strukturen des menschlichen Körpers präzise darzustellen - z.B. MRT, CT oder PET
- Biopsie
Medizinische Untersuchung: Gewebeentnahme zur Abklärung der Art eines Tumors (gutartig oder bösartig)
- Blasenkatheter
Kunststoffschlauch, der entweder über die Harnröhre oder die Bauchdecke in die Harnblase eingebracht wird. Er dient der Harnableitung oder Harngewinnung.
- Blutbild
Laborbefund als Ergebnis einer Blutabnahme
C
- Cancer
englisch für Krebs
- Chemotherapie
Die Behandlung von bösartigen Tumoren mit chemischen Substanzen (Zytostatika), die die Vermehrung der Krebszellen hemmen und zu deren Absterben führen
- CHOI Kriterien
Kriterien, um ein Ansprechen auf die medikamentöse Therapien bei GIST festzustellen
- Chronisch
Über einen langen Zeitraum bestehend und anhaltend
- Compassionate Use Program
eine Art „Notprogramm“ / Studie eines Pharmaunternehmens, um eine neue, dringend benötigte Substanz für Patienten bereit zu stellen
- Compliance
Therapietreue
- Computertomographie
Computerunterstützt werden einzelne Schichtaufnahmen des Körpers durchgeführt; ein dreidimensionales Bild entsteht
- Coping
Psychische Bewältigung einer Erkrankung und ihrer Folgen
- CT
Computerunterstützt werden einzelne Schichtaufnahmen des Körpers durchgeführt; ein dreidimensionales Bild entsteht
D
- DGU
Deutsche Gesellschaft für Urologie
- Diagnostik
Untersuchungen, die zur Feststellung der Krankheit führen
- Diarrhö
Durchfall
- Differentialdiagnose
Abgrenzungsdiagnose
- Differenzierung
Spezialisierung einer Zelle auf einen bestimmten Aufgabenbereich
- Differenzierungsgrad
Ausmaß der Ähnlichkeit (morphologisch und funktionell) zwischen den Tumorzellen und ihren normalen Ausgangszellen
- Diuretikum
Harntreibendes Medikament, das durch Wirkung in den Nieren die Wasserausscheidung (den Harnfluss) steigert.
- DNA
englisch für DNS - das menschliche Erbgut, das im Zellkern einer jeden Zelle gelagert wird
- DNS
Desoxyribonukleinsäure. Das menschliche Erbgut, das im Zellkern einer jeden Zelle gelagert wird
- Doppelblind-Studie
Weder Prüfarzt noch Patient wissen, ob der an der Studie teilnehmende Patient die zu testende Substanz, das Vergleichspräparat oder Placebo erhält.
- Dosierung
Festlegung der Wirkstoffmenge pro Woche, Tag, o.ä.
- Duodendum
Zwölffingerdarm
- Dysphagie
Schluckbeschwerden
E
- ECPC
Englisch für European Cancer Patient Coalition: Europäischer Verbund von weit über Hundert Krebs Patientenorganisationen
- Einfachblinde Studie
Der Prüfarzt weiß, ob der an der Studie teilnehmende Patient die zu testende Substanz, das Vergleichspräparat oder Placebo erhält
- Ektomie
Entfernung eines Organs
- Elektrolyte
Mineralstoffe
- Embolisation
Einspritzen gefäßverschließender Substanzen in Blutgefäße zur Unterbrechung der Blutversorgung von Tumoren
- EMEA
englisch für European Agency for the Evaluation of Medicinal Products. Europäische Zulassungsbehörde für medizinische Produkte
- Emesis
Erbrechen
- Endogen
Im Körper, im Köperinneren entstehend, von innen kommend
- Endoskopie
Gartenschlauchartiges Instrument (mit Lichtquelle) zur Untersuchung (man spricht auch von Spiegelung) von Organen wie z.B. Magen und Darm
- EORTC
englisch für European Organization for Research and Treatment of Cancer
- Epidemiologie
Teilgebiet der Medizin, das die Verteilung von Krankheiten in einer Bevölkerung untersucht. Sie ermöglicht u.a. Aussagen über die Häufigkeit einer Erkrankung in der Bevölkerung
- ESMO
englisch für European Society for Medical Oncology: Europäische Gesellschaft der Onkologen
- Ethik-Kommission
Gremium aus Medizinern, Theologen, Juristen, Statistikern, Pflegekräften und Laien, das z.B. an einer Klinik, an der eine Studie durchgeführt werden soll, über die Annahme der Studie entscheidet
- Everolimus
Wirkstoff von Afinitor®
- Exogen
Außerhalb entstehend, von außen in den Organismus eindringend.
F
- Fatigue
Besonders schwere Müdigkeit. Kommt entweder durch die Krebserkrankung selbst oder als Nebenwirkung (und Folge) einer Therapie
- FDA
englisch für Food and Drug Administration:Amerikanische Gesundheitsbehörde = Zulassungsbehörde für medizinische Produkte in den USA
- Fernmetastasen
Metastasen, die nicht in direkter Umgebung des Primärtumors lokalisiert sind
- Fibrom
gutartige Geschwulst, die aus gefäßreichem Bindegewebe besteht
G
- Gastrektomie
teilweise oder ganze Entfernung des Magens
- Gastritis
Entzündung der Magenschleimhaut
- Gastrointestinal
Betrifft den Verdauungstrakt: Mund, Speiseröhre, Magen, Dünndarm und Dickdarm
- Gastroskopie
Magenspiegelung
- Gerotafaszie
auch Gerota’sche Faszie: bindegewebige Hülle, die Niere, Nebenniere und Fettkapsel umschließt
H
- Hämaturie
Nachweis von Blut im Urin
- Hämoglobin
Roter Blutfarbstoff
- Hepato
Die Leber betreffend
- Heterogen
andersartig / aus verschiedenen Bestandteilen
- Histologie
Feingewebliche Untersuchung
- Histopathologie
Lehre von der krankhaften Veränderung der Gewebe
- homogen
einheitlich, gleich
- HPF
Maßeinheit - (eng.) High Power Fields = hoch aufgelöste Felder. Durch eine Vergrößerungseinstellung am Mikroskop sieht der Pathologe einen Bildausschnitt des zu untersuchenden Präparates. Durch normierte Einstellungen und diese Maßeinheit werden Ergebnisse so erfass- und vergleichbar.
- HU
(eng.) Houndsfield: Maßeinheit bei CT-Untersuchungen zur Bestimmung der Dichte von Tumorgewebe
- Hyperthermie
Wärmebehandlung, bei der Körperbereiche auf 42° bis 44° erwärmt werden um Tumorzellen mit Hitze zu bekämpfen.
I
- Ileum
Letzter Teil des Dünndarms
- Ileus
Darmverschluss = Lebensbedrohliche Unterbrechung der Darmpassage durch Verengung oder Verlegung
- Infiltrieren
Der Tumor durchwächst das Gewebe aus dem ursprünglich entstanden ist
- Interaktion
Gegenseitige Beeinflussung von Medikamenten in ihrer Wirkung. So kann die Konzentration eines Medikamentes durch die Wechselwirkung (Interaktion) erhöht oder gesenkt werden
- Interdisziplinär
Zusammenarbeit von Medizinern unterschiedlicher Fachrichtungen (Chirurg, Onkologe, Pathologe, Radiologe, Psychoonkologe)
- Intestinal
Zum Darm gehörend
- Intraperitoneal
Vom Bauchfell umhüllt
- Intravenös
Medikamente werden direkt in die Vene gegeben.
- Invasiv
Eindringend
- irreversibel
nicht umkehrbar
K
- Kardio
Das Herz betreffend
- Kardiotoxizität
Nebenwirkungen, die das Herz betreffen
- Karzinom
Bösartige (maligne) epitheliale Geschwulst (Deckgewebegeschwulst)
- Kernspintomographie
Auch: Magnetresonanztomographie (MR, MRT), bildgebendes Verfahren zur dreidimensionalen Darstellung von Strukturen im Inneren des Körpers
- Kinasen
Enzyme, die als Überträger / Botenstoffe dienen
- Knochenmark
befindet sich im Zentrum vieler Knochen. Es besteht aus Stammzell- und Bindegewebe
- Knochenmetastase
Absiedlung des ursprünglichen Tumors im Knochen
- Knochenszintigraphie
Untersuchung: stellt die Aktivität des Knochenstoffwechsels dar. Kann zum Auffinden von Knochenmetastasen dienen.
- Koloskopie
Endoskopische Untersuchung des Dickdarms Lokalanästhesie Örtliche Betäubung
- Kombinationstherapie
Therapie mit einer Kombination aus zwei oder mehreren Medikamenten gleichzeitig
- Kryoablation
Zerstörung des Tumors durch extreme Kälte
- Kurativ
Therapeutische Maßnahmen, die auf Heilung einer Erkrankung ausgerichtet sind
L
- Laparoskopie
Endoskopische Untersuchung der Bauchhöhle (operative Öffnung = Laparotomie), gehört zu den minimal-invasiven Verfahren
- Läsion
Oberbegriff für: Veränderung, Beschädigung
- Leukopenie
Eine geringere Anzahl von weißen Blutkörperchen (Leukozyten) im Blut
- Leukozyten
Weiße Blutkörperchen = Abwehrzellen vor Krankheitserregern
- Ligand
Bindendes Molekül
- lokaler Progress
Fortschreiten der Erkrankung an einem Ort
- Lokalrezidiv
Rückfall. Der Rückfall der Erkrankung entsteht am Ort des Ersttumors.
- Lymphknoten
als Teil des Lymph- / Abwehrsystems filtert dieser Krankheitserreger etc. aus der Lymphflüssigkeit
- Lymphsystem
Das Lymphsystem ist ein Teil des menschlichen Abwehrsystems (Immunsystem) gegen Krankheitserreger, Fremdpartikel und krankhaft veränderte Körperzellen (z.B. Tumorzellen)
M
- Magnetresonanztomographie
auch Magnetresonanzimaging (MRT / MRI): bildgebendes Verfahren zur dreidimensionalen Darstellung von Strukturen im Inneren des Körpers
- Maligne
bösartig
- Metabolismus
Stoffwechsel. Transport und die chemische Umwandlung von Stoffen in einem Organismus
- metachron
zu einem späteren Zeitpunkt auftretend
- Metastasen
Absiedelungen (Tochterzellen) eines Tumors, die sich in anderen Köperregionen oder in anderen Organen ansiedeln
- minimal-invasiv
operativer Eingriff durch mehrere kleine Öffnungen in der Haut mit speziellen Instrumenten
- Mitosen
Sich gerade teilende Zellen im Wachstums- und Zellerneuerungsprozess. Der Mitose-Index ist der Wert für die Zellteilungsgeschwindigkeit und somit auch für das Tumorwachstum.
- Monitoring
(eng.): Überwachung. Regelmäßige Nachsorgekontrolle von Tumorpatienten.
- Monotherapie
Behandlung mit einem einzigen Wirkstoff.
- Morbidität
Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch innerhalb einer definierten Population eine bestimmte Erkrankung entwickelt
- Morphologie
Lehre von der Struktur und Form der Organismen
- MRT
Magnetresonanztomographie - Untersuchung zur dreidimensionalen Darstellung von Strukturen im Inneren des Körpers
- Mukositis
Entzündung der Schleimhäute in Mundhöhle und Magen-Darm-Trakt
- Multi-modal
Anwendung mehrerer Therapieverfahren (z.B. Operation und medikamentöse Therapie), um das bestmögliche Behandlungsergebnis und die größtmögliche Heilungschance zu erreichen (Multi = viele; Modus = Verfahren)
- multiple
mehrere
- multiplen
mehrere
- Multizentrische Studie
Eine Studie, der mehrere Studienorte umfasst.
- Mutation
Veränderungen des genetischen Erbgutes, spontan oder hervorgerufen durch z.B. äußere Einflüsse (Strahlung, Vergiftung, etc.) auf molekularer Ebene.
N
- Nausea
Übelkeit
- Nebenwirkung
Unerwünschte Begleiteffekte einer Medikamenteneinnahme
- Neoadjuvant
Medikamentöse Maßnahme vor der Tumorentfernung, um den Tumor zu verkleinern.
- Nephrektomie
Vollständige (radikale) operative Entfernung der Niere
- Nephro
die Niere betreffend
- Nephroureterektomie
Operative Entfernung der Niere mitsamt des entsprechenden Harnleiters und der Eintrittsstelle in die Blase
O
- Obstipation
Verstopfung
- Ödem
Wasseransammlung im Gewebe
- Offene Studie
Der Prüfarzt und der Patient wissen, welche zu testende Substanz der Patient in der Studie erhält
- Onkologie
Krebsmedizin; Lehre von den Tumoren;
P
- Pädiatrie
Kinderheilkunde. Bei GIST: Pediatric GIST (eng.)
- Palliativ
Lindernd, nicht heilend (kurativ), z.B. Schmerzlinderung
- partielle Nephrektomie
Organerhaltende Operation der Niere - es wird nur der tumortragende Teil entfernt
- Pathogenese
Entstehung, Entwicklung einer Krankheit (nicht: Ursache = Ätiologie)
- Pathologe
Facharzt für die Untersuchung von Gewebe
- Pathologie
Lehre von den Krankheiten, d.h. die Erforschung der Gesetzmäßigkeiten krankhaften Geschehens
- Pazopanib
Wirkstoff von Votrient®
- PDGF
Wachstumsfaktor - englisch für Platelet-Derived Growth Factor
- Perforation
Durchbruch oder die Durchstoßung eines Gewebes oder Hohlorgans
- Peritoneum
Bauchfell. Schleimhaut, die alle Bauchorgane umschließt und die Bauchhöhle auskleidet
- PET
Positronen-Emissions-Tomographie: Bildgebungsverfahren mit der die Stoffwechselaktivität von Tumorgewebe nachgewiesen werden kann oder um eventuell neu aufgetretene Fernmetastasen beurteilen zu können
- Placebo
Scheinmedikament - kein Wirkstoff
- Plasmaspiegel
Konzentrationswert, in dem ein Wirkstoff im Blut vorhanden ist
- Präparat
Gewebeprobe, die vom Pathologen untersucht wird
- Primärtumor
Ausgangstumor – bezeichnet das Gewebe oder den Ort im Körper, von dem der Tumor seinen Ausgangspunkt genommen hat
- Progression
Fortschreiten der Erkrankung
- Proliferation
schnelles Gewebewachstum, beschleunigte Zellteilung
- Pyelografie
Einbringen des Kontrastmittels mit einem dünnen Katheter über die Harnleiter und das Nierenbecken. Alle Wege des Urins können in einer speziellen Röntgenaufnahme sichtbar gemacht und auf Veränderungen untersucht werden
R
- radikale Nephrektomie
Vollständige (radikale) operative Entfernung der Niere
- Radiofrequenzablation
Zerstörung des Tumors durch Hitze
- Randomisation
zufällige Zuteilung von Patienten in einer Studie auf verschiedene Therapieverfahren
- Randomisierung
zufällige Zuteilung von Patienten in einer Studie auf verschiedene Therapieverfahren
- RECIST-Kriterien
Internationale Grundlage zur Bewertung des Therapieansprechens bei soliden Tumoren wie auch dem Nierenzellkarzinom. RECIST steht für „Response Evaluation Criteria in Solid Tumors“
- Reklassifizierung
Erneute (u.U. Jahre später erfolgende) Untersuchung von Tumorgewebe mit der Perspektive zu einer anderen Diagnose zu gelangen.
- rektal
vom Mastdarm ausgehend, auf den Mastdarm bezogen
- Rektum
Mastdarm
- Remission
Vorübergehende Reduzierung oder sogar vorübergehendes Verschwinden der Symptome der Krebserkrankung, jedoch ohne Erreichung einer Heilung. Sie kann zeitlich begrenzt sein oder länger andauern
- Resektion
Komplette oder teilweise Entfernung eines Organs oder Gewebeabschnitts durch eine Operation, z.B. Tumorresektion
- Resistenz
Unempfindlichkeit (gegenüber einem Wirkstoff)
- reversibel
umkehrbar (z.B. Schädigungen durch Nebenwirkungen sind reversibel, wenn sie sich nach Absetzen des Medikaments wieder zurückbilden)
- Rezeptor
Bindungsstelle auf einer Zelle für bestimmte Signalstoffe (z.B. Wachstumsfaktoren)
- Rezidiv
Rückfall. Ein Rezidiv kann am Ort des Ersttumors entstehen (Lokalrezidiv) oder als Absiedelungen in anderen Organen = Metastasen bzw. Tochtergeschwülste
S
- Signifikant
Deutlich, bedeutend
- Skelettkomplikationen
Folgen der metastasenbedingten Knochenzerstörung wie z.B. Schmerzen, Knochenbrüche etc.
- Skelettszintigraphie
Untersuchung: stellt die Aktivität des Knochenstoffwechsels dar. Kann zum Auffinden von Knochenmetastasen dienen.
- Solide Tumoren
Tumoren aus festen Geweben (im Gegensatz zu bösartigen Erkrankungen des blutbildenden Systems, wie z.B. Leukämien)
- Sonographie
Ultraschalluntersuchung; dabei werden Schallwellen zur Erzeugung eines Bildes der Niere oder anderer Organe genutzt
- Sorafenib
Wirkstoff von Nexavar®
- Spinalkanal-Kompression
Zusammendrücken des Rückenmarkkanals oder der austretenden Nervenbahnen durch eine Knochenmetastase
- Stammzellfaktor
Botenstoff
- stationär
Im Krankenhaus / auf Stationsaufenthalt bezogen
- Stomatitis
Entzündung der Mundschleimhaut
- Strahlentherapie
Behandlung von Krebszellen mit hochenergetischen Strahlen, um diese zu zerstören
- Sunitnib
Wirkstoff von Sutent®
- supportiv
unterstützend, begleitend
- synchron
zu einem gleichen Zeitpunkt auftretend - bei Metastasierung: Metastasen werden gleichzeitig mit dem Tumor entdeckt
- systemischer Progress
ganzheitliches Fortschreiten der Erkrankung (also in mehreren Körperregionen)
T
- Temsirolimus
Wirkstoff von Torisel®
- Therapie
Behandlung
- therapierefraktär
die Erkrankung spricht nicht auf eine Therapie an (engl. therapy-resistent).
- Thrombozyt
Blutplättchen. Spielen eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung und somit auch bei dem Verschluss von Wunden.
- TNM-Klassifikation
dient der Stadieneinteilung von bösartigen Tumoren
- Toxizität
Giftigkeit, Gifthaltigkeit eines Stoffes bezogen auf seine Wirkung ein Lebewesen
- Tumor
Geschwulst (sowohl gutartig als auch bösartig)
- Tumorlokalisation
Ort bzw. Entstehung eines Tumors.
- Tumormarker
Substanzen z.B. im Blut, die das Vorhandensein und eventuell auch das Stadium oder die Bösartigkeit eines Tumors anzeigen. Für das Prostatakarzinom existiert zum Beispiel ein Tumrmarker – das so genannte PSA (Prostataspezifisches Antigen).
- Tumorsuppressorgene
Gene, die ein unkrontrolliertes Vermehren von Zellen regulieren. Werden sie außer Kraft gesetzt, kann ein Tumor entstehen.
- Tyrosinkinasen
Enzyme, die wie Antennen an der Außenseite der Zellmembran sitzen und wie Schalter fungieren: Sie werden durch Botenstoffe aktiviert und leiten ihrerseits Signale in den Zellkern weiter (Signaltransduktion).
U
- Urothel
Schleimhaut, auch Übergangsepithel genannt, die die ableitenden Harnwege z.B. Nierenbecken, Blase, Harnleiter auskleidet
V
- VEGF
Wachstumsfaktor - englisch für Vascular Endothelial Growth Factor
- VEGFR
Empfänger (Rezeptor) für den Wachsstumsfaktor VEGF - englisch für Vascular Endothelial Growth Factor Receptor
- Volume Rendering
Exakte Volumenbestimmung von Tumoren durch bildgebende Verfahren, um die Chancen einer organerhaltenden Operation bestimmen zu können
W
- WBRT
engl. für Ganzhirnbestrahlung
- Wechselwirkungen
Gegenseitige Beeinflussung von Medikamenten in ihrer Wirkung. So kann die Konzentration eines Medikamentes durch die Wechselwirkung erhöht oder gesenkt werden
- WHO
World Health Organisation, Weltgesundheitsorganisation
Z
- Zytostatika
Die in der Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzten Chemotherapeutika hemmen die Vermehrung der Tumorzellen. Sie werden deshalb Zytostatika (griech. kytos = Zelle; statikos = zum Stehen bringend) genannt
